///Perfektion***
World's Magical Change



„Irrenhaus? Ich weiß nicht, was du meinst“, sagte ich langsam, ratlos, während wir eine Stiege hinaufgingen. Sie schien aus anderem Material zu sein, als ich kannte, aber wenigstens hatte sie dieselbe Form… Ich hatten den Schock, wie anders die Welt in – wenn man von der Zeit im Allgemeinen ausging, nicht nur von der Lebensdauer eines Menschen – wenigen Jahren aussehen würde. Kalt, grau…scheußlich! Ich fühlte mich unheimlich verloren in dieser Unendlichkeit des Fortschritts, den die Menschen gemacht hatten. Fortschritt? Wie man es nahm. Rückschritt? So empfand ich es eher. Unsere Maya-Kultur hatte lange gebraucht, um mit der Natur und den Göttern so eins zu werden, wie die Welt, die ich verlassen hatte, es gewesen war, aber die Menschen der Zukunft schienen all das völlig vergessen zu haben, alles, was wir so lange gebraucht hatten zu erreichen, hatten sie mit ein, zwei Handgriffen zerstört! Sollte sie so aussehen, die Zukunft? Sollte es später tatsächlich so sein? Nein, völlig unmöglich! Ich betrachtete das Amulett. Es hatte mich nicht in die Zukunft gebracht, dessen war ich mir fast sicher. Es hatte meine Gedanken, mein Herz, mein ganzes Ich in einen grausamen Albtraum aus Kälte und Einsamkeit hineingestrudelt, aus dem es kein Entrinnen gab… So empfand ich es in diesem Moment. Ich sank zurück, auf ein seltsam weiches Sitzmobiliar, das mit den Strohsäcken zu Hause nicht die geringste Ähnlichkeit hatte. Ich würde nicht einmal sagen, dass es sich irgendwie bequemer angefühlt hätte. Moderner, künstlicher, weicher, ja, aber ich mochte es von Anfang an nicht. Ich mochte nichts hier. Eine Träne rann mir über die Wange. Ich spürte, wie sich eine Hand auf meine Schulter legte. Anika… Seltsam, obwohl sie ganz eindeutig ein Mädchen aus dieser…ich fand kaum ein Wort dafür…aus dieser unbeschreiblich neuen Zeit war, fühlte ich mich bei ihr viel mehr zuhause. Ich merkte sofort, dass sie nicht so war wie die hektischen Menschen, die ich draußen gesehen hatte. Die leeren Hüllen, allenfalls noch mit menschlichem Gehirn, aber nicht mehr mit Seele und Herz, die blind durch die Welt liefen und Dinge, die sie nicht sehen wollten, schlicht und einfach übersahen. Anika war ganz anders. Ich fühlte irgendwie, dass sie mir glaubte. Davon war ich noch im Kerker eigentlich ausgegangen, aber als ich diese Welt zum ersten Mal gesehen hatte, war ich mir plötzlich gar nicht mehr so sicher gewesen… „Weißt du, was das für eine Veränderung sein soll?“, fragte Anika mich. Selbst ihre Stimme klang angenehm… „Nein“, murmelte ich kaum hörbar vor mich hin. Anika nahm ihre Hand von meiner Schulter und trat einige Schritte von mir weg. Noch bevor ich ganz den Kopf gehoben hatte, war sie durch die Tür verschwunden. „Warte!“, rief ich ihr nach. „Ich…“ Doch noch bevor ich den Satz vollenden konnte, tauchte sie schon wieder auf, mit einem ganzen Stapel dicker, schwerer Dinger im Arm, die ich erst nicht identifizieren konnte, aber dann als Bücher erkannte. Bücher! So viele! Und so dicke! Sie sahen anders aus als die der Priester zu Hause, doch Bücher waren es eindeutig. Ich hatte erst zwei davon gesehen in meinem Leben, diese Masse erstaunte mich. Anikas Familie musste wirklich sehr, sehr reich sein, wenn sie sich das leisten konnte. Anika sah mich aber nur verständnislos an, während sie schon das erste Buch aufschlug, mit einer Selbstverständlichkeit, die mich die Augen aufreißen ließ. Zu Hause bekam fast nie ein Mädchen ein Buch in die Hand… „Was ist denn?“, fragte sie und schob mir auch eins zu. „Das ist über die Maya, da steht vielleicht was drin. Na los!“ Ratlos hob ich den Deckel und blickte auf die erste Seite. Die Schriftzeichen hatten keinerlei Ähnlichkeit mit denen, die ich gelegentlich in Mayapan zu Gesicht bekommen hatte. „Na, was ist?“, fragte Anika ungeduldig. „Kannst du etwa nicht lesen?“ „Nein“, antwortete ich ganz selbstverständlich. „Du etwa?“ „Ach du Sch…ande“, murmelte Anika fassungslos. Ich hob entschuldigend die Schultern. „Tut mir Leid.“ „Weißt du was?“, sagte Anika. „Du musst hier wirklich noch sehr viel lernen. Und zuerst wäre es mal gut, wenn du dich ordentlich anziehst.“ Sie stand auf und lief zu einem großen Kasten aus hellbraunem Holz hinüber, in dessen Tür ein Spiegel eingelassen war. Sie zog diese Tür auf. Unnötig zu sagen, dass der Kasten (und auch die darin enthaltenen Kleider) anders aussahen als zu Hause… Anika hatte Recht, ich würde noch sehr viel lernen müssen…


~Gaya~



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Okay, Venus, du bist!


Chrissi, FG kommt heute noch, SF2 und HF2 schick ich dir auch so bald wie möglich.


P.S. Moony, wie weit bist du mit GR2?

21.1.07 13:53
 


bisher 7 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Venus / Website (21.1.07 15:03)
Cul. *.*
Aber wir sollten es trotzdem noch irgendwo ausser hier abspeichern, ja?

Und ... sind wir jetzt draussen oder drinnen? oö *auf letzte zeilen von meinen teil glubsch*


Eva / Website (21.1.07 15:21)
Ja, na klar, ich habs auch noch auf dem Compi und auf dem USB-Stick, wie alle meine Stories.

Drinnen, denk ich. Oo Du hast die Tür zugemacht, da kann man sich ziemlich aussuchen, ob wir dann drinnen oder draußen sind.


Venus / Website (21.1.07 16:01)
Du bist on? OÖ

Okay. XD


Eva / Website (21.1.07 17:24)
Ähm...jetzt bin ichs. XD


Venus / Website (21.1.07 17:25)
Gut. :P
Ich auch. Du kommst genau da, wo ich es auch tu.


Eva / Website (21.1.07 18:31)
*_* Goil!


Moony / Website (23.1.07 17:17)
sorry, hab im mom. voll keine zeit! aber es kommt noch ganz sicher!

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