///Perfektion***

 

Gemeinsame Reise 2


 

 

Prolog

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Sie fühlte sich leer. Unglaublich leer. Hinter ihr lag eine weite, trockene Ebene. Aber vor ihr, vor ihr lag eine prächtige Stadt. Eine glanzvolle, luxuriöse Stadt. Sie war voll von Fledermäusen. Aber die Fledermäuse waren größer als sie. Es mussten…Vampyrum sein. Ja, Vampyrum. Der Name schoss ihr einfach durch den Kopf. Sie konnte sich an wenig erinnern. Nur, das sie schon ewig in dieser Ebene gewesen war... Aber da war diese Leere in ihr, diese durchdringende Leere... Was war das für ein Gefühl? Angestrengt versuchte sie sich zu erinnern... Aber sie sah immer nur diese Ebene. Aber das Schicksal schien es gut mit ihr zu meinen. Das Schicksal? Nein, es war etwas anderes. Zotz... Zotz? Hatte sie sich verletzt? War sie auf den Kopf gefallen? Alles kam ihr bekannt vor, aber doch war das Gefühl, etwas Neues zu entdecken, in ihr. Immer wieder erinnerte sie sich an Dinge. Sie erhob sich von dem sandigen Boden und breitete ihre Flügel aus. Ihr Körper schmerzte. Ja, sie musste einen Unfall gehabt haben. Warum sollten ihr sonst alle Knochen wehtun? Sie schlug mit den Flügeln, und erhob sich langsam in die Luft. Dann glitt sie herunter, in diese prachtvolle Stadt...

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Kapitel 1: Alte Freunde

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Moonlight Mondflügel, Eva Sonnenflügel, Nico Grauflügel und Alessandro Silberflügel flogen gemeinsam Richtung Süden. „Wann kommen wir denn endlich im Süden an?“, fragte Nico seine Geliebte. „Ich schätze es sind noch drei Flugnächte! Können aber auch mehr werden!“, sagte Eva. Moony stöhnte. „Muss das sein? Ich hab mich schon gefreut, dass wir bald da sind!“ Alo flog näher zu ihr. „Komm schon, Moony! Du hast Selene besiegt, du hast gegen Vampyrum gekämpft, du hast mein Herz geknackt und diesen kleinen Flug schaffst du nicht?!?“ Moony senkte den Kopf. „Tut mir ja Leid, aber ich fliege halt nicht so gerne! Kämpfen, Knacken und besiegen: ja fliegen: nein! Vor allem müssen wir ja jetzt den verlorenen Teil wieder aufholen!“ „Da hast du allerdings Recht!“, meinte Eva zustimmend. „Immerhin haben wir mit dem Kampf ganze vier Tage verloren!“ „Aber dafür hast du mich gewonnen!", meint Nico grinsend. „Grins nicht so!“, sagt Eva ein wenig jämmerlich. Nicos Grinsens wurde noch breiter. Auch Moony und Alo fingen an zu lachen. Nur Eva ließ sich von der allgemeinen Heiterkeit nicht mitreißen. „Wie könnt ihr so fröhlich sein, jetzt wo…“ Sie brach ab. Fast sofort wurden auch die Minen der anderen düster. Moony legte einen Arm um die Sonnenflügelin. „Pass auf, Eva, ich vermisse sie ja auch. Aber wir können nicht unser Leben lang trauern.“ Eva sah auf. „Ja, vielleicht hast du ja Recht…aber es ist trotzdem so gemein, dass gerade sie… Und alles ist nur die Schuld von diesem Widerling…oh, wie ich ihn hasse! Hätte Carina doch nur auf mich gehört, hätte sie sich nicht in ihn verliebt…in Raul, diesen Schuft!“ Alo und Nico warfen sich gegenseitig einen Blick zu. Wenn ihre Freundin sich ein Mal in eine Beschimpfung über Raul hineinsteigerte, dann nahm das Ganze so bald auch kein Ende mehr. Alo flog zu Moony. Er sah auch in ihren Augen Tränen glitzern. Die Männchen hatten nie wirklich mitbekommen, wie sehr die drei Freundinnen aneinander gehangen hatten, zumindest früher nicht. „Es muss doch eine Möglichkeit geben, sie zurückzuholen“, murmelte Moony. „Vielleicht“, murmelte Nico, „vielleicht aber auch nicht. Ich weiß ja, wie ihr euch fühlt, aber wir müssen den Süden erreichen, bevor der Winter allzu hart wird. Wie ihr schon gesagt habt, wir haben vier Tage verloren bei dem Kampf.“ Eva nickte. Waren es wirklich nur vier Tage gewesen? Es war ihr so lang vorgekommen, so unendlich lang… Moony und sie flogen zwar gemeinsam mit den Männchen, doch ihre Gedanken waren nur bei Carina… Alo konnte das nicht mehr mit ansehen. „Ich weiß wie sehr ihr sie vermisst! Auch mir fehlt Carina! Aber wenn ihr sie retten wollt, falls wir irgendeinen Weg finden würden, sie zurück zu holen… Dann müssen wir damit erstmal warten!“ Moony starrte ihn entsetzt an. „Wie kannst du nur?!“, fing Eva an, aber weiter kam sie nicht. Eindringlich sah Alo sie an und Eva verstummte. „Versteht ihr nicht? Schaut euch doch mal um! Der Winter kommt! Wenn wir uns jetzt nicht auf dem schnellsten Weg in den Süden machen, werden wir Carina schneller einen Besuch in der Unterwelt abstatten als euch lieb ist! Und zwar tot!“ Betreten sahen Moony und Eva sich an. Beide wussten, dass er Recht hatte. Obwohl es ihnen sehr wehtat. „Wenn ihr Carina retten wollt, müssen wir zuerst den Winter überstehen. Und dann nach einer Möglichkeit suchen, wie wir sie wieder zu uns holen können. Und zwar ohne dabei selbst umzukommen.“ Eva war die Erste, die die Sprache wieder fand. „Okay.“ Alo sah sie verblüfft an. Er hatte fest damit gerechnet, dass die beiden Dickschädel widersprachen. Überraschenderweise stimmte Eva ihm zu. „Wir werden in den Süden fliegen. Wir werden überwintern und dann einen Weg finden, Carina zurückzuholen. Das schwöre ich euch!“ Nie hatte Moony Eva ernster erlebt. „Das werden wir, Eva. Wir alle zusammen!“, stärkte Moony sie. Der Wind drehte. Moony hatte Mühe, mitzuhalten. Sie war immer noch die Kleinste von allen. Und dann fing es zu allem Überfluss auch noch an zu schneien. Bald sahen sie nur noch einen halben Meter weit. „Was machen wir jetzt?“, schrie Moony, doch niemand gab ihr eine Antwort. Alle kämpften mit dem Schnee. Eva fiel zurück. „Ich kann nicht mehr!“, keuchte sie. „Wir müssen landen!“, schrie Moonlight zurück. Eva nickte und nahm noch einmal all ihre Kräfte zusammen, um Alo und Nico zu benachrichtigen. In einer kleinen Baumhöhle fanden die vier schließlich Unterschlupf. Ein paar Raupen wollten sich hinaus schleichen, wurden aber gnadenlos verspeist. Niemand sagte etwas. Sie kuschelten sich nur eng aneinander und schliefen schließlich ein. Während draußen die Schneeflocken lautlos die Landschaft weiß färbten, schlummerten die vier Fledermäuse sanft dahin. Zumindest drei von ihnen… Moony wälzte sich unruhig in der Baumhöhle herum. Sie träumte. Wie damals… Der Traum war ähnlich dem, den sie vor langer Zeit schon gehabt hatte. Zumindest war es dort ebenso kalt. Und auch ebenso dunkel. Fast rechnete Moony damit, dass auch diesmal wieder Solaria erscheinen würde, mit ihrem Licht die Dunkelheit zerreißen und mit ihrer Wärme die Kälte vertreiben würde. Und tatsächlich bahnte sich ein Licht durch die Dunkelheit, doch es hatte nicht von dem warmen Feuer Solarias, sondern es schien, als wäre Moony von leuchtendem Eis umgeben. Sie zitterte. Ob wegen der Kälte oder wegen ihrer Angst, sie wusste es nicht. Ihr war völlig klar, dass es nur ein Traum war, aber gegen ihre Gefühle konnte sie nichts machen. Bedrohung, Angst… „Moony…“ Diese Stimme! Nicht Solaria, nicht Selene, auch nicht Bella, sondern… „Carina?“, rief Moony vorsichtig in die Kälte. Ihr Atem bildete kleine Wölkchen vor ihrem Mund, ihre Worte wurden verzerrt und bizarr zurückgeworfen. Die andere Stimme wurde schwächer. „Hilf mir Moony! Hilf mir…“ Und dann verklang sie endgültig. Moony dagegen fuhr mit einem gellenden Schrei aus dem Schlaf hoch. Eva, Alo und Nico schreckten ebenfalls sofort hoch. „Moony, was…“, fragte Alo verschlafen, aber sie ließ ihn gar nicht zu Wort kommen. „Vergiss den Winter“, fauchte Moony halb hysterisch. „Wir müssen Carina suchen. Sie braucht uns. Nicht im Frühling. Jetzt!

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Sie war kaum ein Stück geflogen, schon bereitete das Fliegen Carina viel Mühe. Es musste ein schlimmer Unfall gewesen sein, so viel stand fest. Aber immerhin konnte sie ich noch in der Luft halten, wenn auch nur mit Schmerzen. Die Stadt unter ihr war von hier noch viel schöner als von dem sandigen Hügel. Die Gebäude waren glatt poliert und mit Verzierungen versehen. Bäume säumten Alleen und kleine Flüsse zogen sich von Teich zu Teich. Es war der schönste Ort in dieser ganzen Ebene. Eine prächtige Oase. Unter ihr herrschte ein reges Treiben. Fledermäuse huschten beschäftigt hin und her. Vor ihr erhob sich eine riesige Pyramide, die alles hier bei weitem übertraf. Sie zierte die Mitte der Oasen-Insel und stach aus den anderen Gebäuden mit Größe und Schönheit hervor. Carina hatte viel Mühe sich in der Luft zu halten, und schaffte es gerade noch, eine recht sanfte Landung hinzulegen. Irgendwie hatte sie das Gefühl, sich zu der Pyramide hingezogen zu fühlen... Vorsichtig zog sie sich die erste Stufe hinauf. Dann die zweite und die dritte. Jede Stufe für sich war eine neue Herausforderung, es war schwer, sich an ihnen hochzuziehen. Es kam ihr wie eine Ewigkeit vor und jedes Mal wenn sie nach oben schaute, hatte sie den Eindruck als würde sie der Spitze kein Stück näher kommen, während die Sterne über ihr Rekord-Runden drehten. Erschöpft lehnte sie sich gegen eine Stufe. Alles tat ihr weh und das bisschen Kraft das sie noch hatte schien auch langsam zu schwinden. Sie seufzte. Was hatte sie nur für einen Unfall gehabt? Was kann so schlimm gewesen sein das sie ihr Gedächtnis verlor? Hatte sie es wirklich verloren? Alles kam ihr doch so bekannt vor. Früher hatte sie in dieser Ebene gelebt. Immer schon. Und plötzlich wachte sie vor dieser Oase auf und... Was und? Da war nichts. Das Einzige, was auf einen Unfall hindeutete, waren ihre Schmerzen. Sie mussten wohl so schlimm sein, dass sie unter Einbildungen litt. Wie dumm. Sie hatte ihr Gedächtnis nicht verloren, sie hatte nichts vergessen. Wie war sie nur auf diesen Gedanken gekommen? Carina vergaß den ganzen Unsinn und machte sich an die nächste Stufe. Und wieder die nächste, und wieder die nächste. Und dann... anstatt einer weiteren Stufe, klaffte eine Öffnung vor ihr in der Pyramide. Sie war groß, ja, sogar riesig! Sie richtete sich wankend auf und trat ein paar Schritte rein. Über ihr hingen mindestens hundert Vampyrum und starrten mit kaltem Blick auf sie herab!

Eva, Nico und Alo konnten Moony schliesslich soweit beruhigen, dass sie wieder einschlief. Doch die anderen machten diese Nacht kein Auge mehr zu. Sie warteten, bis man wieder einigermassen etwas sehen konnte und weckten dann Monny auf. Sie konnte sich an den Vorfall in der Nacht nicht mehr erinnern und war bester Laune. Eva beschloss, sie auf dem Flug deswegen anzusprechen.

"Moony," begann Eva das Gespräch, "du weisst doch noch, was heute Nacht passiert ist, oder?" Moony starrte sie nachdenklich und überrascht zugleich an. "Was soll denn geschehen sein?", fragte sie nach einer Weile. "Naja, du hast auf einmal so komisches Zeug geschwafelt, davon dass wir Carina retten sollen. Noch heute!" Eine Weile herrschte Stille. Dann fragte Moonlight: "Und was machen wir jetzt?" In diesem Moment schrie jemand...

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